Rechenmaschinen und das duale Zahlensystem

Um 1673, zu einer Zeit, in der beispielsweise die Astrologie noch einen höheren Stellenwert hatte, schrieb Leibnitz eine Abhandlung über das duale Zahlensystem, bei dem nur die Ziffern 0 und 1 verwendet werden. Dieses duale Zahlensystem dient als Grundlage und wird heute von allen Computern, den elektronischen Rechenmaschinen der Neuzeit, verwendet. Er vollendete die Arbeiten an einer Maschine, mit der die vier Grundrechenarten maschinell durchgeführt werden konnten. Bei dieser Maschine wurden die Zahlen über ein Einstellwerk eingegeben und das Ergebnis durch Drehen einer Kurbel anschließend angezeigt. Charles Babbage war es dann, der im Jahr 1833 eine programmgesteuerte Rechenmaschine entwickelte, deren Veröffentlichung er jedoch auf Grund fehlender technischer Hilfsmittel nicht verwirklichen konnte. Heute ist die Technik bereits Meilen weiter. So lassen sich zum Beispiel ohne Probleme kleine Spiele wie Skyrama im Internet suchen und spielen.

Rechenmaschinen als Vorreiter der heutigen EDV

So gab es den Vorreiter der heutigen elektronischen Datenverarbeitung erstmals durch Herman Hollerith (aus seiner Firma wurde im Jahr 1924 der Konzern IBM), der in Amerika eine Maschine in Serie produzierte, die als erste Art elektrischer Rechenmaschinen sogenannte Lochkarten sortieren und zählen konnte und erfolgreich bei Volkszählungen eingesetzt wurde. Die Lochkarten hatten in etwa die Größe einer Dollarnote. Das von ihm entwickelte System bestand aus der ersten Tabelliermaschine, Lochkartensortierer und -locher sowie Lochkartenleser und wurde von ihm 1888 im amerikanischen Kriegsministerium installiert. Die Arbeitserleichterung durch seine Maschinen war enorm und so meldete er sein System 1889 als Patent an. Hollerith gilt seither auch als Pionier der EDV. Sinn und Zweck seiner Maschinen war damals der eines Statistikwerkzeug, welches wesentlich mehr Daten erfassen, sortieren und auswerten konnten, als es durch Menschenhand allein schon hinsichtlich des Zeitaufwands möglich gewesen wäre. Mit dem sogenannten Lochkartenmischer konnten umfangreiche Datenstapel mit Hilfe der Maschinen in Relation gesetzt werden. Es bestand die Möglichkeit diese Datenstapel mit Hilfe des Lochkartensortierers vorab entweder alphabetisch oder numerisch zu sortieren. Somit bereitete der Lochkartensortierer die weitere Verarbeitung vor. Nach der ersten erfolgreichen Volkszählung mit Hilfe der Maschinen nahmen auch Unternehmen, wie zum Beispiel Versicherungen oder Banken, dieses System für Statistikzwecke zur Hilfe. Zudem kann man solche Systeme auch zweckentfremden. Wer beispielsweise gern kleine Spiele wie Ramacity oder actiongames spielt, der wird auch mit einem solchen System auf seine Kosten kommen.

Rechenmaschinen und die Entwicklung des ersten Computers mit Röhrentechnik

Konrad Zuse war es dann, der im Zeitraum von 1934 bis 1941 in Deutschland den ersten funktionstüchtigen Computer, den Rechenmaschinen für die elektronische Datenverarbeitung entwickelte. Sein Plan für den Bau eines Computers mit Elektronenröhren scheiterte jedoch an der Höhe des dafür benötigten Budgets. Schnell wurde aber erkennbar, dass die von Zuse entwickelte Computertechnik den Maschinen von Hollerith überlegen war und so sollten die Computer im Laufe der Zeit die Lochkartensortierer, Lochkartenmischer und Tabelliermaschinen ablösen und verschiedene Arbeitsabläufe noch mehr vereinfachen. Ein wesentlicher Vorteil des Computers war außerdem die flexiblere Programmierung und die Unabhängigkeit von den Lochkarten. Der erste Elektronenröhren-Rechner benötigte aufgestellt einen Platz von zehn mal fünfzehn Metern und wog rund 35 Tonnen. Bei einer Taktrate von 0,1 MHz (zum Vergleich: die heutigen PC's verfügen über eine Taktrate von ca. 2000 MHz) verbrauchte dieser Rechner ca. 150 kW an elektrischer Leistung. Mehr, als alle anderen Rechenmaschinen nach ihm.